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Lost Place: VEB Furnierwerk

Bei strahlendem Sonnenschein ging es am vergangem Sonntag zu einem kleinen LP in Berlin. Diesmal planten wir eine kleine Besichtigungstour durch das ehemalige VEB Furnierwerk. Das Gelände hatte im laufe seiner Zeit schon einiges erlebt.

1924 entstand die Furnierfabrik der Geschäftsleute Mamlok, Messow & Hirschfeldt, die auch die „Holzkönige“ genannt wurden. Sie haben Verwendungsmöglichkeiten von Holz erkannt und nutzten die sich stark entwickelnde Möbelindustrie zur Veredelung einfacher Hölzer durch Edelhölzer. Die jüdischen Fabrikanten konnten noch in den 1930er Jahren in die Niederlande auswandern, da sie bereits rechtzeitig die Stoßrichtung des Naziregimes erkannt hatten. Nach Verkauf der Fabrik an einen „arischen“ Pächter wurde das Furnierwerk ab 1941 in die Kriegsproduktionen mit einbezogen. Unter anderem wurden dort Munitionskisten produziert. Nach und nach wurden dort auch französische und polnische Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter eingesetzt.

1945 wurden die wichtigsten Produktionsanlagen als Reparationszahlungen demontiert. Trotzdem konnte der Betrieb ab 1946 schrittweise für die Produktion von Kleiderbügeln, Kisten, Leisten, u.a. aufgebaut werden. 1951 entstand daraus der VEB Holzveredelung. 1991 wurde der Betrieb stillgelegt und die Belegschaft entlassen. Seither verwahrlost das Gelände zusehends.

Quelle: http://www.karlshorst-west.de/hintergruende/geschichte

Wir hatten diesmal sehr viel Glück mit dem Wetter, denn durch die Sonnenstrahlen erstrahlten in die Hallen ganz besonderen Licht.An einigen Stellen tanzte das Licht förmlich durch die Halle und lenkte die Blicke auf Sachen, die eigentlich nicht zur Aufgabe des Caches gehörten.

Auf meiner Recherche über den LP bin ich auch über einen Beitrag von Schrottie  gestoßen, er war bereits vor 3 Jahren zur einer Besichtigung des Werks, damals waren scheinbar die Dächer noch ganz. Was bei uns schon nicht mehr überall der Fall war. Auch die Grafitis haben sich im laufe der Zeit geändert.

Leider waren die Hallen ziemlich leer, sodass man sich das damalige Arbeiten gar nicht mehr vorstellen kann.
Eine Halle gab es allerdings, die auch uns noch staunen lies. Was hier noch möglich war, war schon fast unglaublich. Von der Halle habe ich bewusst keine Bilder gemacht, da ich weiß wie schwer es mir gefallen wäre, kein Bild davon ins Blog zu stellen und ein bisschen Spaß beim Suchen und Entdecken des Lost Places soll ja bleiben. 😉

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