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Lost Place: Kabelwerk Oberspree

Das ehemalige Kabelwerk Oberspree liegt direkt an der Spree und wurde 1897 erbaut. Für die damalige Zeit war es typisch die Gebäude zu verklinkern, diese Optik prägt das Gelände zum Teil bis heute.

Wie der Name Kabelwerk schon vermuten lässt, wurden hier hauptsächlich Kabel produziert. Unter anderen erfolgte hier die Herstellung von isolierte Leitungen, Starkstromkabel bis 10 Kilovolt. Bereits 2 Jahre nach der Eröffnung begann die Fernsprechkabelerzeugung. In den darauf folgenden Jahren kam noch die ein oder andere Kabelart und Verbesserung hinzu.

Im zweiten Weltkrieg wurden einige Teile des Geländes in große Mitleidenschaft gezogen. Einiges wurde zerstört und brannte sogar aus. Als das Werk unter sowjetischen Führung stand, wurde es sogar ganz Zweckentfremdet. So produzierte man zwischenzeitlich allgemeine Gebrauchsgüter wie Bratpfannen, Töpfe oder Öfen. Doch 1952 wurde es wieder zum Kabelwerk, nun hieß es allerdings VEB Kabelwerk Oberspree. In dieser Zeit entwickelte man die Kabel weiter, diese Spezialkabel erfreuten sich internationaler Beliebtheit und förderten die Handelsbeziehungen.

1967 erfolgte die Gründung des Kombinates VEB Kabelwerk Oberspree (KKWO), dabei schlossen sich verschiedene Kabelwerke in der DDR zusammen. Das Großunternehmen bestand bis etwa 1990, dann zerfiel es langsam. Die Kabelproduktion wurde in Oberschöneweide Schritt für Schritt zurückgefahren. Das Unternehmen wurde nochmals umbenannt und unter dem Namen KWO Kabelwerke Oberspree GmbH fortgeführt.

Während der 1990er übernahm das ein britsches Unternehmen das Kabelwerk, trennt sich jedoch später wieder von dem Werk und viele Teile der Produktionsanlagen wurden verkauft. Die noch erhaltenen Verwaltungs- und Produktionsgebäude des früheren KWO sollen heute unter Denkmalschutz stehen. Sie wurden ab den späten 1990er-Jahren teilweise restauriert und werden heute von der Hochschule als Campus genutzt.

Dennoch, einige Teile des Geländes wurden nicht saniert und sind seit vielen Jahren mehr oder weniger sich selbst überlassen. Denn nicht anderes ist es zu erklären, dass sich in den Produktionshalle so viele Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen entwickeln konnten. Manchmal könnte man fast denken, die Pflanzen würden in riesigen Gewäschshäusern stehen.

Viele der Büros und Aufenthaltsräume sind wie leer gefegt, nicht mal alte Schränke oder Schreibtische waren hier zu entdecken. Alles wurde ordentlich hinterlassen. Und die große Uhren in der Produktionshalle werden wohl für immer still stehen.

Doch so ganz Still ist es auf dem Gelände nicht. Denn ein paar Agenten versucht hier wichtige Daten vor dem feindlichen Geheimdienst zu sichern.Hier wurde ein wirklich erstklassiger Cache gelegt, welchen ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann.

Wer mehr dazu wissen will, sollte sich unbedingt die Logbuch-Beiträge dazu angucken und noch besser, die Dose auch suchen!
Logs und Kommentare

Ein Kommentar zu “Lost Place: Kabelwerk Oberspree

  1. Sorry für den Klugschiss, aber das abgebildete Kabelwerk ist das Kabelwerk Köpenick und nicht KWO. Das Kabelwerk Oberspree ist in Schöneweide. Gruß.

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